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ChatGPT: Alles, was du wissen musst! (Und wie du es für DICH nutzt)


AI ist eigentlich kein neues Thema.

Trotzdem ist ChatGPT gerade ständig unter den top News, vor allem, weil Ende November 2022 ein großes Update dazu kam.

Fakt ist: Das gehypte Tool ChatGPT von OpenAI will gerade JEDER verwenden und testen. 

Da stellt sich natürlich die Frage: Was kann es und für welche Zwecke kannst DU das OpenAI-Werkzeug für dich nutzen? Hier kannst du alles darüber (+ eigene Erfahrungen) lesen!

Und: Ich habe dir sogar ein Video aufgenommen, wie das Tool genau von innen aussieht.

Los geht’s. 🤓

Disclaimer: Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung, wir übernehmen keine Haftung für das, was du hieraus liest oder machst.

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Zuletzt geupdatet am 15. Februar 2023



ChatGPT: Was ist das überhaupt?

ChatGPT ist ein Textgenerator, der auf AI (Artificial Intelligence) basiert, schriftliche Aufforderungen versteht und sie auf hohem Niveau beantworten und Inhalte selbst kreieren kann.

Das Coole daran: Es versteht echte Sprache, also echte Fragen von Menschen - solange sie nicht allzu ironisch oder “um die Ecke” gedacht sind.

Im Gegensatz zu Bots, die du vielleicht kennst, welche oft nicht verstehen, was du WIRKLICH meinst, ist ChatGPT richtig versiert darin, menschlich zu antworten

Außerdem geht das Ganze in einem einfachen Interface und ist für alle (nach Anmeldung) frei verfügbar.

Übrigens: “Künstliche Intelligenz” hört sich immer an, als würde ein Tool selbst denken, in Wirklichkeit ist die Übersetzung von “Artificial Intelligence” aber eher in der Informations- und Klugheitsebene anzusiedeln als im eigenständigen Denken. Denn jedes Tool und jede Maschine kann nur so weit “denken”, wie sie trainiert wurde. 

Typ Audio? Hier kannst du dir diesen Artikel im Podcast-Format anhören:

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Warum wird ChatGPT gerade überall gehypt?

Tools, die auf, sagen wir mal, “mittelhohem” Niveau Texte, kleinere Analysen und Antworten erstellt haben, gab es schon länger. 

Aber das Level, das die neue Version von ChatGPT hat, ist so hoch - und die Anwendung so einfach für normale Menschen - gemacht worden, dass das Ganze aktuell riesige Mengen an Leuten fasziniert.

ChatGPT hatte das neues Update im späten Herbst 2022 gelauncht, woraufhin auch viele Tech-Blogger und Podcaster angefangen haben, sich intensiv damit zu beschäftigen.

In dieser Mitteilung von OpenAI vom 30. November 2022 wurde es angekündigt:

Das führt uns auch schon direkt zur nächsten Frage:



Wer steht hinter ChatGPT?

Hinter ChatGPT steht das Unternehmen OpenAI in San Francisco, gegründet von Sam Altman. Davor war er beim bekannten Y Combinator, einem Inkubator, der auch Stripe, Airbnb und andere große Startups unterstützt hat. Er ist also kein Unbekannter in der Startup-Welt.

Gemäß Wikipedia sind unter anderem Elon Musk und Microsoft als Geldgeber beteiligt und es gibt sowohl eine gewinnorientierte Firma als Tochterunternehmen und eine Non-Profitfirma als Mutterfirma im Konzern. 


Funktioniert ChatGPT auch auf Deutsch?

Ja. Dadurch, dass du deine “Anweisung” auf Deutsch eingibst, erkennt das Tool automatisch, dass du auch gerne den Text auf Deutsch hättest - und antwortet auf Deutsch. 

Übrigens kann die Anwendung nicht nur Deutsch, sondern auch andere Sprachen wie Französisch.

Sprache bei ChatGPT zu Deutsch wechseln

Wenn ChatGPT deine Frage nicht automatisch auf Deutsch beantwortet, kannst du auch manuell die Sprache ändern. 

Und das geht - du kannst es schon erraten, indem du im Chat einfach eintippst: “Antworte ab jetzt bitte auf Deutsch” oder “Ich brauche die Antwort bitte noch einmal auf Deutsch.”

Crazy, oder? 😊



So sieht es aus, wenn du ChatGPT nutzt (inkl. Video)

Falls du selbst noch nie in ChatGPT unterwegs warst, fragst du dich bestimmt: Wie sieht das überhaupt aus? 

Bei “Artificial Intelligence” und so was denkst du ja vielleicht an wilde Programme oder Roboter mit sieben Armen. Aber in der Realität ist nur das, was UNTER dem Programm liegt, kompliziert. 

Das Interface von ChatGPT ist dagegen recht unspektakulär und mit dem von Slack oder Circle.so zu vergleichen.

Deswegen habe ich dir hier ein kurzes Video aufgenommen, wie das Ganze “von innen aussieht. Hier kannst du dir das angucken:

Du siehst: Sogar, als ich mich am Ende bedankt habe, antwortet ChatGPT richtig “gut” und wie ein normaler Mensch.



Was kostet ChatGPT?

ChatGPT ist aktuell gratis und kann einfach so genutzt werden. Du musst dazu nur einen kostenlosen Account erstellen und bist direkt dabei. 

Es ist aber natürlich denkbar, dass das nur jetzt so ist - wo das Produkt noch frisch und die Aufmerksamkeit groß ist. Es würde mich wundern, wenn es nicht irgendwann eine bezahlte Option (zumindest in einem Freemium-Modell) gibt.

Kommerzielle Nutzung: Darf ich ChatGPT überhaupt kommerziell verwenden?

Es sieht so aus. In den Terms von OpenAI steht dazu unter Punkt 3: “As between the parties and to the extent permitted by applicable law, you own all Input, and subject to your compliance with these Terms, OpenAI hereby assigns to you all its right, title and interest in and to Output. As between the parties and to the extent permitted by applicable law, you own all Input, and subject to your compliance with these Terms, OpenAI hereby assigns to you all its right, title and interest in and to Output. (Stand: 17. Januar 2023.)

Leider steht das also nicht zu 100% deutlich da, inwieweit diese Nutzung geht. Vorher wird aber klar in 2) der Nutzungsbedingungen geschrieben, dass du nicht so tun darfst, als sei der Output von echten Menschen erzeugt, wenn er es nicht ist. Und ein paar klassische Ausschlüsse der Nutzung sind dabei - zum Beispiel dem Tool direkte Konkurrenz machen darfst du natürlich auch nicht.

Was das Ganze noch mal verstärkt: Im FAQ steht, dass das Team dahinter kein Copyright auf den Output hat.

Auch noch wichtig: Du hast natürlich nicht unbedingt immer exklusiven Content. Das unterstreicht auch noch mal dieser Punkt in den Terms:

“3 (b) Similarity of Content. Due to the nature of machine learning, Output may not be unique across users and the Services may generate the same or similar output for OpenAI or a third party. For example, you may provide input to a model such as “What color is the sky?” and receive output such as “The sky is blue.” Other users may also ask similar questions and receive the same response. Responses that are requested by and generated for other users are not considered your Content.

Anleitung: So startest du mit und nutzt ChatGPT

Chat GPT Account erstellen

Einen Account zu erstellen ist ziemlich einfach: Du brauchst dafür nur eine Email-Adresse und Telefonnummer. 

Gehe dazu auf https://chat.openai.com/auth/login und klicke auf “Sign up”.

Email-Adresse und Telefonnummer verifizieren

Als Nächstes wirst du gebeten, deine Email-Adresse zu verifizieren.

Nur wenn das klappt kannst (bzw. musst) du danach auch noch deine Telefonnummer angeben und per SMS verifizieren lassen.

So sieht die Email aus, die du bekommen müsstest

(Falls es nicht klappt: Noch einmal auf dem Smartphone oder mit anderem Browser probieren, das hilft meistens. Und: Der Spam-Filter bei gmx-, t-online und web.de-Mailadressen ist manchmal so stark, dass man die Mails nicht bekommt.)

Warum will ChatGPT überhaupt meine Telefonnummer?

Wie alle Services, die früher oder später von Bots überflutet werden, versucht das Team hinter ChatGPT, den Nutzerkreis auf echte Menschen zu beschränken. Ist ja klar, denn das Tool soll ja davon lernen, wie normale Leute wie du und ich damit interagieren. 👀

Telefonnummern sind weltweit begrenzt verfügbar, deswegen ist eine solche Authentifizierungsmöglichkeit eine derer, die am besten funktioniert. Von daher musst du dich einstellen, deine Handynummer rauszurücken, wenn du ChatGPT verwenden willst.

Eigene Anfragen eingeben

Sobald du dich verifiziert hast, kannst du loslegen. Es geht dann eigentlich nur noch eine Sache: Du gehst oben links auf “New Chat” - dann öffnet sich dieses Kästchen hier:

Auf dem Bild siehst du, dass du - je nachdem, wie groß dein Bildschirm ist - das kleine Chatböxchen etwas versteckt unter den Warnungen siehst. Dann musst du einfach bis nach ganz unten scrollen.


Anwendungsgebiete: Für diese Dinge ist GPT besonders praktisch

Content: Zeit sparen

In der Recherche für diesen Artikel hatte ich auch von einigen Online-Leuten gehört: “Ich weiß nicht, was daran so neu sein soll - wir lassen uns ohnehin schon von KI helfen.

Das heißt - viele SEO- und Online-Marketing-Agenturen hatten ähnliche Tools schon vorher genutzt. Allerdings ist durch die neue Version, also das Update von ChatGPT, die Einstiegshürde total gesunken. Und: Die Qualität des Outputs ist wirklich hervorragend.

Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis es von richtig vielen Leuten genutzt wird. Zumindest in der Creator- und Online-Unternehmer-Szene gibt es richtig viele Ideen, das zu verwenden. Ob es nun Ideen für Artikel, erste Intro-Entwürfe oder ganze Absätze, in denen es Funktionen einfach zu erklären gilt, sind - da wartet gigantisch viel, in die Tat umgesetzt zu werden.

Und: Du kannst sogar “kreative” Sachen erledigen lassen.

Beispiel: “Schreib mir ein kreatives Intro für einen Blogartikel über Schmetterlinge”. Das habe ich direkt mal getestet:

Wie du siehst habe ich den Chatbot dann unterbrochen, weil in meinem Blog geduzt und nicht gesiezt wird, und siehe da - es geht.

Für solche Zwecke ist so etwas sehr interessant!

Support: Endlich “ordentliche” Bots

Je besser und menschenähnlicher ein Bot antworten kann, desto besser sind natürlich auch die Ergebnisse. Bei ChatGPT macht es tatsächlich halbwegs Spaß, sich damit zu “unterhalten”, und man ist meist hinterher schlauer als vorher.

(Das ist bei vielen anderen Bots, die zum Beispiel auf Websites per Chat Fragen beantworten, überhaupt nicht so.)

Code: Schreiben und Fehler finden

ChatGPT spricht verschiedene Programmiersprachen und darin auch Sachen ändern und Fehler finden

Selbst als nicht-versierter Designer kannst du also zum Beispiel CSS-Änderungen an deiner Website überprüfen. Super praktisch!

Allerdings wurde vermehrt kritisiert, dass das Tool (bisher) noch zu fehlerlastig für solche Anwendungen ist, um wirklich komplett alleine Aufgaben in diesem Bereich abzunehmen.

Und: Die Einschätzung einiger Leute aus dem Software-Entwicklungs-Bereich ist es, dass das Tool nur als “Tool” für Entwickler dienen wird, sie aber natürlich nicht ersetzt.


Kritik an ChatGPT: Das sind die Gefahren, Risiken und Probleme

Wenn ein Tool daher kommt, das zu jedem x-beliebigen Thema perfekte Texte erstellen kann, dann sind die Möglichkeiten zu Fälschungen natürlich gigantisch:

  • Das Tool kann Informationen in Texte mit einbauen, die vorher gefälscht oder mit Fehlinformationen behaftet wurden, so spinnen sich einmal falsch in Verkehr gebrachte Informationen immer weiter

  • Wissenschaftliche Arbeiten können gefälscht werden

  • Man weiß nicht mehr, wer der ursprüngliche Verfasser bestimmter Ideen war und kann das nicht nachverfolgen

Das Problem ist ja ohnehin schon: Die Leute holen sich teilweise News nicht mehr von bestimmten (relativ) unabhängigen Quellen wie Zeitungen oder Online-Zeitungen - sondern aus deren News-Feeds bei Instagram, Twitter und Co. 

Wenn diese ohnehin schon eingeschränkte “Info-Beschaffung” dann auch um ChatGPT erweitert wird, ist es schwer, sich ein halbwegs objektives Bild zu machen.

Die große Frage: Woher holt sich ChatGPT seine Daten?

Alleine durch die Masse an Content, die durch Tools wie ChatGPT erstellt werden können, bestehtauch folgendes Problem: 

Wenn irgendwann sagen wir zunächst einmal 30% des Online-Contents von solchen Tools erstellt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich andere AI-Tools wiederum darauf berufen und dort die Daten “ziehen”, groß. 

Dann sind irgendwann immer größere Anteile des “künstlich erstellten Contents” unterwegs, die sich aufeinander beziehen und dann wieder aufeinander beziehen.

Das heißt, es beginnt ein Kreislauf, in dem nicht mehr klar ist, wo eigentlich der Ursprung lag.


Potenzial: Wo ist ChatGPT besonders gut anzuwenden?

Es gibt ein paar Bereiche, in denen es wirklich super ist, den Textgenerator zu nutzen:

  • Erste Ideenfindung für Texte: Willst du zum Beispiel für einen Text die ersten Ideen und thematischen Überblicke finden, kannst du einfach etwas eingeben wie: “Was sind die Vorteile von XY?” und erst danach deine eigenen Recherchen machen

  • Automatisierter Kundenkontakt, zum Beispiel für Emails oder Chatbots: Weil sich das Tool so anfühlt, als würde man (fast) mit einem echten Menschen sprechen, wird durch solche Tools Service-Personal eingespart

  • Zusammenfassungen aller Art: Für schnelle Überblicke zu einem Thema “zieht” sich ChatGPT Inhalte und fasst sie zu einem kurzen Absatz zusammen. Diese Absätze sind nach meinen Tests oft besser geschrieben als zum Beispiel der Intro-Text bei Wikipedia-Artikeln. Du kannst dir auch aus großen Datenmengen eine Art “Executive Report” zusammenstellen lassen. So etwas mussten bisher ja auch echte Menschen machen.

  • Weiterspinnen von Ideen: Wenn du bei Texten nicht weiterkommen, kannst du das Tool “weitermachen” lassen und gucken, was passiert. So können sich Schreib- und Denkblockaden lösen.

  • Übersetzungen: Absolut prädestiniert, denn ChatGPT kann mehrere Sprachen und übersetzt dir live deine Texte. Das Niveau ist recht hoch. (Den ausführlichen Vergleich mit Google Translate muss ich noch machen!)

  • Entertainment, das auf Text basiert: Spiele, lustige Anwendungen, Wortspiel-Generatoren - die Liste an Ideen, wie mit dem Tool coole Entertainment-Lösungen geschaffen werden, ist lang.


Werde ich jetzt als Blogger oder Online-Unternehmer durch ChatGPT ersetzt?

Nö. Das denke ich zumindest nicht. In dem Bereich, in dem sich dieser Blog bewegt, geht es den Leuten normalerweise nicht darum, lediglich Infos zusammenzufassen  à la: “Was kann ChatGPT alles?”

Ich persönlich glaube, dass der persönliche Touch und die eigenständige Analyse und “Meinung” nach wie vor eine Rolle spielen. Interessanterweise ist es ja so, dass gerade Online-Artikel gut online ankommen, die nicht “glattgespült” sind. 

Was natürlich wiederum spannend ist, sind Tools, die es schaffen, sogar “Persönlichkeit” nachzuahmen. Wenn ein Textgenerator also mich als Verfasser kennen und imitieren könnte - was vermutlich bald möglich sein wird (und wovon ich in abgewandelter Form schon gelesen habe) - dann hätte ich vermutlich nichts dagegen, auch mal ganze Texte hier von AI schreiben zu lassen, um mal zu gucken, wie das funktioniert. Da stellt sich dann wiederum die Frage zu den Lizenzen und der kommerziellen Nutzung.


Interessant: Wird GPT Google Konkurrenz machen?

Zu dieser Frage habe ich mir gedacht: Ich kann ja einfach mal das Tool selbst befragen. 😊Da kommt zwar bestimmt eine diplomatische, softe Antwort, aber warum nicht? 

Chat GPT selbst hat mir also Folgendes geantwortet:

“ChatGPT ist ein fortschrittliches künstliches Intelligenz-Modell mit vielen Anwendungen, aber es ist unwahrscheinlich, dass es Google als Suchmaschine Konkurrenz machen wird. ChatGPT wurde hauptsächlich für die Generierung und Verarbeitung natürlicher Sprache entwickelt, während Google eine umfassende Suchmaschine ist, die nicht nur Texte durchsucht, sondern auch Bilder, Videos und andere Arten von Inhalten.

ChatGPT kann jedoch in bestimmten Anwendungen, wie z.B in der Erstellung von Inhalten, die SEO-optimiert sind, oder in automatisierten Chatbots, dazu beitragen, die Nutzererfahrung zu verbessern. 

Es kann auch als Werkzeug verwendet werden, um die Erstellung von Inhalten zu automatisieren und Zeit und Ressourcen zu sparen. 

Insgesamt ist es eine leistungsstarke Technologie, die Unternehmen dabei helfen kann, ihre Geschäftsprozesse zu verbessern, aber es ist unwahrscheinlich, dass es Google als allgemeine Suchmaschine Konkurrenz machen wird.”

Die Fettschreibung und Absätze habe ich selbst eingefügt, der Rest ist komplett vom Tool geschrieben. (Im Video ganz oben siehst du, wie dieser Text von ChatGPT geschrieben wurde. Ziemlich cool anzugucken!) 😊

Weil ich diesen Text hier aber hautptsächlich selbst schreibe und eben NICHT will, dass das hier ein glattgebügelter AI-Text wird, kommt hier auch noch mein Take: 

Ich sehe bei Google tatsächlich einen Hauptnutzen darin, zu sehen, aus welcher Quelle etwas kommt. Verschiedene Dinge lesen und einordnen zu können.

Beispiel: Wenn ich einen Artikel mit guten Quellen will, zitiere ich eher eine Tageszeitung als einen unbekannten Blog. Wenn ich eine persönliche Meinung will, lese ich so einen Artikel wie diesen hier.

Diesen Vorteil bietet das GPT-Texttool aktuell nicht. Man kann also nicht sicher sein, woher der Text kommt und auf wen oder was sich der Artikel als Quelle bezieht. 

Und was sagt Google selbst zur Konkurrenzlage? Gemäß CNBC hat sich Google Ende 2022 auch dazu geäußert - nämlich, dass Google eine ähnliche Technologie habe, aber das Ganze wie bei ChatGPT sehr fehleranfällig sei. Google habe als riesiges Unternehmen eine Verantwortung, weil der Marke so viel Vertrauen entgegen bringt, und bringe diese Dinge deswegen langsamer auf den Markt.


Alternativen zu ChatGPT: Es gibt auch andere!

Es gibt haufenweise anderer Tools, die du dir angucken kannst: 

  • Kuki (eher in der Kategorie “spaßiger Zeitvertreib”)

  • Jasper (früher Jarvis, wird vor allem zum Schreiben für gute Texte verwendet)

  • Replika (soll bei Einsamkeit helfen, das ist so, als würdest du mit einem Freund reden)

  • Chinchilla (gemäß einiger Quellen einer der Top-Konkurrenten von ChatGPT, da performancemäßig ähnlich)

  • Rytr (ein Schreibtool, das Artikel sauber schreiben kann)

Ich habe diese anderen Tools noch nicht getestet, aber es liegt nahe, dass bei einer solch gefragten Anwendung richtig viel Konkurrenz herrscht.

Spannend wird es vor allem sein anzugucken, ob sich - wie bei Google oder Facebook - auch ein Monopol finden.

Es ist bestimmt auch denkbar, dass es Marktführer-AI-Tools gibt, die für bestimmte Bereiche trainiert werden, zum Beispiel darauf, Bücher zu schreiben, Ideen für Designprozesse zu liefern.

Oder für etwas, von dem wir heute noch gar nicht daran denken, dass eine AI es lösen könnte.




Ist ChatGPT eine ordentliche Alternative zu Google?

ChatGPT ist teilweise eine gute Alternative zu Google, wie ich finde. (Es gibt schließlich auch eine Chrome Extension dazu, was es super praktisch macht.) Vor allem, wenn man erstmal einen Überblick zu einem Thema möchte. 

Aber auch hier ein kritischer Punkt: Bei Google siehst du die Quelle direkt. Bei ChatGPT nicht.

Du kannst bei Google auf den ersten Blick in die Suchergebnisse zuordnen, ob ein Text zum Beispiel bei focus.de oder faz.net oder victoriaweber.de veröffentlicht wurde. 

Das hilft, zu verstehen, mit welcher “Autoritätshoheit” du es zu tun hast. Wenn du wie bei ChatGPT einen “Mix aus allem möglichen” bekommst, hast du keine Ahnung, wie viel Vertrauen du diesen Infos schenken solltest.

Denn: Die Texte sind ja mega formuliert und erheben sofort das Gefühl von “Hier schreibt ein Experte.”

Als problematisch sehe ich vor allem, dass sehr überzeugend formuliert und dadurch “authentische” Texte geschrieben werden können, die aber trotzdem gravierende Falschinformationen (oder schlichtweg veraltete Informationen) enthalten können. Die aber so überzeugend sind, dass sie geglaubt werden. 

(Wobei dieses Problem ja genauso gut der Fall bei menschlich verfassten Artikeln sein kann! Allerdings können Menschen nicht so schnell so viel Inhalt erstellen, weswegen das Problem meines Erachtens nach hauptsächlich in der Masse und Geschwindigkeit liegt. Auch in Bezug auf Fake News.)

Darauf weist ChatGPT auch direkt am Anfang hin, wenn du dich zum ersten Mal einloggst:

und auch hier:

Diese Warnung ist zwar nett, aber ob das den Nutzern am Ende wirklich dauerhaft klar ist, steht im Zweifel. Wer ChatGPT als einzige “Infoquelle” nutzt, ist zumindest aktuell noch sehr beschränkt in dem, was alles mit aufgenommen wurde in die Quellenbasis. Das ist bis jetzt auch relativ undurchlässig.



Fazit: Die Zukunft von ChatGPT

Auch wenn viele Leute Angst vor Tools wie ChatGPT haben - es ist meiner Meinung nach lediglich ein Tool, das “nach hinten” denken und Sachen, die schon existieren, verknüpfen und daraus etwas “Neues” bauen kann.

Etwas gänzlich Neues ist damit allerdings noch nicht machbar, also wirklich tiefere kreative Arbeit, die deutlich weiter geht.

Für die Basics - ob das Ideen, optimierte Texte, Kundengespräche im Chat sind - ist ChatGPT natürlich top. Denn: Es ist super praktisch, weil es viele Arbeiten, die Leute in mühsamer Kleinarbeit manuell machen mussten, ersetzen kann. 

Beispiel: Du willst einen guten SEO-Text schreiben und wissen, was da so alles rein muss und dir einen Überblick beschaffen. Zack, lass das Tool eine gute Outline erstellen.

Theoretisch könnten jetzt alle ihre Texte damit schreiben lassen.

Aber: Wenn aber langfristig alle basierend auf denselben Tools solche Texte schreiben, wird es wieder einen Unterschied durch noch persönlichere, besser recherchierte, anders angeordnete oder sogar experimentellere Texte geben. Langfristig müsste sich das eigentlich wieder aufheben. Sodass dann doch wieder das heraussticht, was “anders” klingt oder persönlicher ist.

Kurz: Alles, was eigene kreative Denkleistung braucht - ob das jetzt Design, Texte oder Antworten sind - wird nur teilweise durch solche Tools abgedeckt werden können. Aber: Sich helfen und unterstützen und Arbeit abnehmen zu lassen hat noch nie geschadet. Dafür finde ich das Werkzeug super.

Insgesamt: Sehr aufregend, was mit ChatGPT (und ähnlichen Tools, von denen in der nächsten Zeit bestimmt richtig viele herauskommen werden) alles machbar sein wird!

PS. Wenn dich diese Art von Themen interessiert - hör dir meinen Podcast Creatorway an, in dem am 31. Januar eine special Folge zu ChatGPT online gegangen ist.


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